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AUS DEN ARBEITSGRUPPEN: Memmingen

THEMA: Friedensarbeit

Ein zu unterstützendes Projekt für die Partnerstadt zu finden, die auch von den Menschen hier vor Ort gut angenommen wird, mit diesem Vorsatz fuhren die beiden Vertreterinnen der DIG Memmingen, Erika Gäble und Anne Leipert nach Kiryat Shmona.
Die Schule "Renanim" ist es! Diese in Israel einmalige Modelleinrichtung gewährt Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit unterschiedlichen Behinderungen täglich Unterricht, Betreuung und individuelle Vorbereitung auf ein möglichst selbständiges Leben. Von der Pflanzenaufzucht über handwerkliche Tätigkeiten und künstlerische Produktionen reicht das Angebot bis zu Chor und Eislaufabteilung, letztere verweist stolz auf ihre errungenen Pokale. Mit den täglich aus der Psychiatrie zur Schule gebrachten Kindern wird ebenso sensibel gearbeitet, wie mit den körperlich und/oder geistig eingeschränkten Jugendlichen, die zumeist in ihren Familien leben Die engagierte und sympathische Schulleiterin Dvora Schinert erläuterte den Gästen die Besonderheit des Konzepts: ohne Einschränkung lernen hier junge Menschen israelischer und palästinensischer Herkunft jüdischen, islamischen oder christlichen Glaubens.
Nachdem die stellvertretende Vorsitzende der DIG, Anne Leipert von den Unterallgäuer Behinderten-Werkstätten berichtet hatte, verriet die sichtlich beeindruckte Schulleiterin ihren "Herzenswunsch" : "Bevor ich pensioniert werde, möchte ich noch eine solche Einrichtung schaffen können für uns".
Und so konnte Dvora Schinert während ihres Besuches auf Einladung der DIG nach Memmingen verschiedene Einrichtungen besichtigen: die Reichshain-Förderschule, deren Leiter Willi Seitz ihr einen Nachmittag lang die Schule zeigte und Fragen beantwortete und die Notkerschule der Lebenshilfe, wo Rektor Manfred Malcher und sein Team Unterrichtsbesuche möglich machten. Der Besuch der Unterallgäuer Werkstätten war natürlich ein zentraler Punkt; Werkstatt-Leiter Bernhard genoss sichtlich die Begeisterung von Dvora Shinert. Die Spende der DIG für "Renanim" in Kiryat Shmona ist natürlich nur eine kleine Hilfe, aber Rolf Kleidermann, Vorsitzender in Memmingen, steht hinter diesem Projekt: "Das ist auch eine Friedensarbeit, für die wir uns weiterhin stark machen!"

Erika Gäble


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