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DEN ARBEITSGRUPPEN: AG Oldenburg
THEMA: Israel, ein Land ohne Frieden!
Jedenfalls, wenn man den Medien glauben mag. Ich hatte das Glück, in den Osterferien an einem Jugendaustauschprogramm
teilzunehmen, über das mit dem Titel "Drei Religionen - Jugendaustausch im Heiligen Land" berichtet wird.
An dieser Stelle soll mit einigen Vorurteilen aufgeräumt werden.
Zu den typischen Vorurteilen, die jeder der 9 Teilnehmer zwischen 15 und 23 Jahren vor Reiseantritt hatte, sei an
erster Stelle die Sicherheitslage genannt. Bilder von Ausschreitungen und Selbstmordanschlägen sind durch die Medien
präsent. Entgegen der Bedenken muss ganz klar gesagt werden, dass ich mich selten in einem Urlaubsland so sicher
gefühlt habe. Folglich waren die Sicherheitsbedenken binnen kürzester Frist vergessen und man bewegte sich unbeschwert.
Die Ausflüge absolvierten wir in einem eigenen Bus, mit einem zivilen Sicherheitsmann. Weder am Fuße des Tempelbergs
noch an der Klagemauer gab es Grund, sich unsicher zu fühlen. Am Eingang zur Altstadt von Jerusalem gab es
Sicherheitskontrollen wie sonst nur an Flughäfen, aber uns gab das ein sicheres Gefühl. Auf den ersten Blick
können die Sicherheitskontrollen beim Betreten größerer Geschäfte störend wirken, aber man gewöhnt sich schnell
an die kurzen Kontrollen und nimmt sie als gegeben hin. Insgesamt ist es sehr schwer, in Deutschland zu vermitteln,
wie sicher man sich in Israel gefühlt hat und folglich ohne Bedenken auch zu einem Urlaub wieder zurückkehren würde.
Die Ursache dieses Vorurteils resultiert hauptsächlich aus dem Konflikt zwischen jüdischen und arabischen
(palästinensischen) Einwohnern. Trotzdem ist der Konflikt kein unabänderlicher Zustand, und das sollten wir
frühzeitig lernen und es spiegelt sich positiv in Mateh Asher wider, in dem es eine funktionierende Zusammenarbeit
zwischen jüdischen und arabischen Bürgern gibt - auf allen kommunalen Ebenen. Folglich ist mit dem Vorurteil
aufzuräumen, dass es kein friedliches Zusammenleben zwischen Juden und Arabern geben kann. Selbstverständlich
kann das Zusammenleben in Israel nicht mit der Situation in palästinensischen Flüchtlingslagern gleichgesetzt werden.
Die Delegation aus Oldenburg hatte die einmalige Chance, verschiedene Kulturen und deren friedliche Koexistenz in
Israel kennen zu lernen; Mateh Asher setzt Maßstäbe für eine weitere positive Entwicklung. Die Stadt Oldenburg
ermöglichte uns, die Region Nahost aus einem anderen Blickwinkel kennen zu lernen - dafür bin ich sehr dankbar.
Es fällt nicht leicht, die Erfahrungen in Worte zu fassen und so zu transportieren, dass andere sie nachvollziehen
können und teilhaben. Für meinen Teil werde ich versuchen, während meines Studiums Zeit für einen längeren Besuch zu
nehmen und dabei in einem Kibbuz zu arbeiten und dieses wunderschöne Land näher kennen zu lernen.
Sebastian Bick
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