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DEN ARBEITSGRUPPEN: Rosenheim
THEMA: Mit Jugendaustausch in die Zukunft blicken
Delegation aus Rosenheim besucht Beer Sheva
Auf einer neuntägigen Reise vertieften Vorstand und Mitglieder der DIG Rosenheim die Partnerschaft des Landkreises mit der südisraelischen Stadt Beer Sheva. Unter der Führung des Vorsitzenden der Rosenheimer Arbeitsgemeinschaft, Franz Schneider, reisten der Vorsitzenden des Kreisjugendrings, Christian Mareth, Kreisrätin Elisabeth Fischer, der Rosenheimer Stadtrat Maximilian Benner, sowie Anna Schneider, Rudi Fischer und Marianne und Gottfried Beyer nach Beer Sheva und kamen dabei mit zahlreichen Gesprächspartnern aus Politik, Verwaltung, Gewerkschaften und Jugendarbeit zusammen.
Beim Treffen mit dem Oberbürgermeister der Stadt Beer Sheva, Yaakov Terner, überbrachte die Delegation die Grüße von Landrat Max Gimple. Dabei kamen die in der nächsten Zeit anstehenden Projekte der Zusammenarbeit zwischen den beiden Kommunen zur Sprache. Besonders lobte Terner den unmittelbar vorausgegangenen Besuch einer Schülergruppe der Wirtschaftsschule Bad Aibling in Israel, die in Beer Sheva in Familien untergebracht war und das Land aus nächster Nähe kennen lernen konnte. "Als ich die Jugendlichen traf, konnte ich nicht feststellen, wer Deutscher und wer Israeli ist," betonte Terner. Es seien innerhalb weniger Tage intensive Freundschaften zwischen den deutschen und den israelischen Jugendlichen gewachsen. Dies sei eine hervorragende Basis für den weiteren Ausbau des Jugendaustausches zwischen Rosenheim und Beer Sheva und stimme äußerst hoffnungsvoll für den im Sommer anstehenden Gegenbesuch der israelischen Jugendlichen in Rosenheim.
Der Regionalvorsitzende des israelischen Gewerkschaftsbundes Histadrut und Bürgermeister Meir Babayoff, der im April Rosenheim besucht hatte, betonte bei einem Treffen mit Mitgliedern der IDG in Beer Sheva die Bedeutung der Partnerschaft, die sich nicht zuletzt aus der geschichtlichen Dimension der deutsch-israelischen Beziehungen herleite. Gerade mit dem Jugendaustausch sei es möglich, in die Zukunft zu blicken und die Beziehungen zwischen beiden Ländern dauerhaft zu vertiefen und auf eine menschliche Grundlage zu stellen.
Neben den politischen Gesprächen nahmen die Delegationsteilnehmer auch an den Trauerfeierlichkeiten zum Holocaust-Gedenktag in Beer Sheva teil. Beim Rundgang durch die Stadt besuchten sie auch den vor einem Jahr von Terner und Gimple eingeweihten Rosenheim-Park. Darüber hinaus unternahmen sie Ausflüge in die Negev-Wüste, das Tote Meer, den See Genezareth sowie Tel Aviv und verbrachten einige Tage in Jerusalem.
Dort hat die Delegation in Begleitung von Herrn Adin Talbar von der IDG Jerusalem eine Ausstellung über die Aufbauleistung der Jeckes in Palästina und Israel besucht.
Schließlich traf die Delegation in Herzliya zu einem Gespräch mit dem ersten israelischen Botschafter in Deutschland und heutigen Präsidenten der IDG, Asher Ben-Natan, sowie mit deren Geschäftsführerin Leah Brakin zusammen und diskutierte die Bedeutung des deutsch-israelischen Jugendaustausches sowie die Möglichkeiten zu dessen Verstärkung. Nur wenn Jugendliche das jeweils andere Land selbst besuchen, sei es möglich, das andere Volk besser kennen zu lernen und Gemeinsamkeiten zu entdecken. "Jugendliche aus verschiedenen Ländern haben ähnliche Interessen und sprechen damit die selbe Sprache", erklärte Franz Schneider. Bisher seien alle Jugendlichen, die an einem Austausch teilgenommen haben, nach ihrem Besuch in Israel begeistert gewesen und viele davon seien später selbst noch einmal nach Israel gefahren. Das sei der wichtigste Weg, um Brücken zwischen den Ländern zu bauen. Daher müsse nach den schwierigen vergangenen Jahren der Jugendaustausch in Schulen und Verbänden wieder an Fahrt gewinnen, forderte Schneider.
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