52. DIG - Arbeitsgemeinschaft in Nordhausen gegründet
Die Deutsch - Israelische Gesellschaft hat am 5. September in Nordhausen/Thüringen ihre 52. Arbeitsgemeinschaft gegründet. Es handelt sich um die 5. Neugründung einer DIG-AG in 5 Monaten.
Unter der Schirmherrschaft von Sozialminister Dr. Klaus Zeh und DIG-Präsident Dr. h.c. Johannes Gerster waren fast 100 Personen, darunter Vertreter der Landesregierung, der Stadt, des Landkreises, der Kirchen, der Jüdischen Gemeinde und der Fachhochschule der öffentlichen Einladung zur Gründungsversammlung gefolgt. Bereits vorher hatten 20 Personen ihren Eintritt in die DIG erklärt, im Laufe des Abends folgten weitere 10 Neueintritte, darunter die Oberbürgermeisterin Barbara Rinke und die Fachhochschule Nordhausen als kooperatives Mitglied. Deren Präsident Prof. Dr. Wagner hatte das Auditorium Maximum der Hochschule zur Verfügung gestellt und wurde auch persönlich Mitglied der DIG.
Unter der Leitung von Dr. Gerster wurde der frühere Oberbürgermeister Nordhausens Dr. Manfred Schröter zum Vorsitzenden gewählt. Dieser hatte vor 15 Jahren die Partnerschaft Nordhausens zur israelischen Stadt Beit Shemesh begründet und sich um die Aufarbeitung der jüdischen Wurzeln der Stadt Nordhausen sehr verdient gemacht. Dies wurde vom DIG-Präsidenten in besonderer Weise hervorgehoben und mit der Überreichung einer Ehrengabe der DIG öffentlich gewürdigt. Zu stellvertretenden Vorsitzenden wurden der Sprecher der Fachhochschule Arndt Schelenhaus und der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Philip Egbune gewählt. Schatzmeisterin wurde Frau Tilly Pape und Schriftführer Herr Stephan Einenckel. 4 Beisitzer komplettieren den neuen Vorstand.
Überschattet war die sehr kraftvolle und harmonische Gründungsversammlung von der Kenntnis, dass kurz zuvor ein Kreisverband der NPD in Nordhausen gegründet worden war. DIG-Präsident Dr. Gerster erklärt dazu: Umso wichtiger wird die Arbeit der neuen DIG-AG gerade an diesem Ort. Sie wird sich der Vertiefung der Städtepartnerschaft mit Beit Shemesh und den deutsch-israelischen Beziehungen aktiv widmen. Auch ihr Einsatz gegen Rechtsradikalismus, Rassismus und Antisemitismus sind in besonderer Weise gefragt und notwendig.
7. September 2007