Auch die 2. „Gaza Flottille“ ist eine vorsätzliche Provokation Israels
Alle Unterzeichner finden Sie unter www.digberlin.de
Wenn auch Sie den Aufruf mit unterschreiben wollen, dann schicken Sie uns Ihren Namen, evtl. mit Funktion, an folgende Adresse: DIG@Berlin.de
„Die Deutsche Initiative zum Bruch der Gazablockade unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Udo Steinbach, gibt hiermit in Zusammenarbeit mit allen Multiplikatoren der Freedom Flottille II bekannt, dass der Zeitraum für den Start der Freedom Flottille II beschlossen wurde. Diese wird somit aller Voraussicht nach in der dritten Juniwoche 2011 in See stechen, um die Blockade des Gazastreifens zu brechen.” http://germuany-gaza.de/?page_id=2
So heißt es in einer Pressemitteilung der deutschen „Friedensaktivisten“ vom 30.5.2011. Sie ist erstaunlich ehrlich:
Es ist nicht von einer „Hilfsflottille“ die Rede, sondern von einer„Initiative zum Bruch der Gazablockade“. Schirmherr der „Deutschen Initiative“ ist Prof. Udo Steinbach, der ungeachtet der neun getöteten Aktivisten bei der ersten „Gaza Flottille“ zu strafbaren Handlungen aufruft. Die Gefahr von Toten und Schwerverletzten nimmt dieser Schirmherr offensichtlich billigend in Kauf.
Wir, die Unterzeichner dieser Erklärung stellen fest:
- Wer für Menschenrechte eintritt, fordert die unverzügliche Freilassung von Gilad Shalit
- Israel hat das „Recht zur Selbstverteidigung“. Die Blockade ist erforderlich, um
Waffentransporte vom Meer aus an Terroristen zu unterbinden. Es ist unwahr, dass die
Blockade negativen Einfluss auf die Wirtschaft Gazas hat. Es gelangen täglich die
lebensnotwendigen Waren auf dem Landweg über Israel oder Ägypten nach Gaza. Die
Blockade ist nach internationalem Recht legitim und Israel hat sogar die Pflicht,
Blockadebrecher zu stoppen, sonst wird die Blockade unwirksam.
- Schon die Gaza Flottille 2010 war kein Versuch, humanitär zu helfen, sondern eine
bewusst inszenierte Provokation israelfeindlicher Extremisten. Selbst die Mitinitiatorin
Frau Arraf widerlegt bewusst oder unbewusst die Rhetorik der Macher. Dass Israel
inzwischen weit mehr Lieferungen nach Gaza zulasse als damals (2010), sei
gleichgültig, sagt sie – denn: „Unsere Mission ist nicht humanitär. Die Palästinenser
wollen keine humanitäre Hilfe. Sie wollen die komplette Befreiung.“
- Die deutsche Politik und die deutsche Gesellschaft müssen jetzt entschieden und
geschlossen an der Seite Israels stehen. Der britische Minister für den Nahen Osten,
Alistair Burt, bezeichnete die Gaza-Flottille als „Provokation Israels“ und „unklug“.
Das US-Außenministerium verurteilte die Aktion als „unverantwortlich und provokativ”.
Die Einzigartigkeit der deutsch-israelischen Beziehungen verlangt, daß sich die
Bundesregierung mindesten ebenso eindeutig an die Seite Israels stellt. Es reicht nicht
aus, „nachdrücklich“ zu empfehlen, sich nicht an der Gaza-Flottille zu beteiligen.
Erstunterzeichner:
- Deidre Berger, Director American Jewish Committee – Berlin Office (AJC)
- Michael Berger, Vorsitzender des Bundes jüdischer Soldaten
- Martin Borowski, Vorsitzender DIG Erfurt
- Landesrabbiner em. Dr. h.c. Henry G. Brandt, Jüd. Präsident des Deutschen Koordinierungsrates der GCJZ
- Jochen Feilcke, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Potsdam
- Dr. Thomas Feist MdB, (CDU)
- Dr. h.c. Johannes Gerster, ehemaliger Präsident der DIG, Mainz
- Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, (GCJZ), Vorstand Berlin
- Hannes Greiling, Vorsitzender DIG Mannheim/Rhein-Neckar
- Matthias Hake, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Münster
- Bärbel Illi, Vorsitzende DIG Stuttgart und Mittlerer Neckar
- Michael Joachim, Vorsitzender der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
- Christian Lange MdB, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion
- Prof. Dr.h.c. Arno Lustiger, Frankfurt/M.
- Hans Maaß, Vorstandsmitglied des DKR, Karlsruhe
- Dr. Peter Meves, Vorsitzender der DIG Stade
- P. Ricklef Münnich, Ev. Präsident des DKR
- Iris Neu, Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Saar
- Manfred Oelsen, Vorsitzender der DIG Kassel
- Günter Reichwein, Vorsitzender der DIG Duisburg-Mülheim-Oberhausen
- Reinhold Robbe, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft
- Lea Rosh, Vorsitzende des „Förderkreises zur Errichtung eines Denkmals für die ermordeten Juden Europas“
- André Schmitz, Staatssekretär für Kultur des Landes Berlin
- Heribert Schmitz, Vorsitzender DIG Nürnberg – Mittelfranken
- Prof. Dr. Julius H. Schoeps, Berlin
- Klaus Schütz, Regierender Bürgermeister von Berlin 1967-1977
- Dr. Eva-Maria Schulz-Jander, Katholische Präsidentin des DKR
- Kay Schweigmann-Greve, Vorsitzender DIG Hannover
- Lala Süsskind, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin
- Lukas Welz, Junges Forum DIG, Berlin/Heidelberg