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EINE BEDEUTSAME REISE Zum Staatsbesuch des Bundespräsidenten in Israel
Vom 1. bis 4. Februar 2005 wird Bundespräsident Köhler zu einem Staatsbesuch in Israel weilen.
Dies ist eine wichtige Reise. Der Bundespräsident unterstreicht damit die
zentrale Rolle, die Israel und seine Menschen im seinem Denken und Handeln spielen.
Er setzt damit ein Zeichen für uns alle. Horst Köhler stellt sich aber auch bewusst in
eine geschichtliche Kontinuität, die besonders in dem Jahr sichtbar gemacht werden sollte,
in dem wir den 40. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik
Deutschland und dem Staate Israel begehen.
Der Bundespräsident lässt sich Zeit für seinen Besuch in Israel, was uns besonders freut. Wie wir ihn
kennen, wird er diese Zeit nutzen, um durch persönlichen Augenschein zusätzliche und wertvolle
Erfahrungen zu sammeln. Er wird den Israelis erneut sagen, dass wir Deutsche uns zu unserer
geschichtlichen Verantwortung bekennen, die auch 60 Jahre nach Ende der Naziherrschaft unteilbar
und unwandelbar bleibt. All das wird dazu beitragen, die Beziehungen zwischen den beiden Staaten
und zwischen den Menschen weiter zu festigen.
Daran ändert auch die derzeit aufgebauschte Frage nichts, in welcher Sprache denn der Bundespräsident
seine Rede in der Knesset halten sollte. Ich plädiere mit Nachdruck dafür, hier die Würde zu bewahren,
die sowohl das Amt des Staatsoberhaupts als auch die Haltung derjenigen im israelischen Parlament
erfordert, die aus ihrem ganz persönlichen Hintergrund bestimmte Schritte nicht mitgehen können.
Diese Würde, von der bereits die Rede seines Vorgängers Johannes Rau geprägt war, bedeutet:
- Wir sollten uns darüber freuen, dass der Bundespräsident vor der Knesset reden wird.
Er wird dies, allen internationalen Gepflogenheiten entsprechend, in seiner Muttersprache,
also in Deutsch tun
- Wir sollten Verständnis für diejenigen haben, die aus diesem Grunde seiner Rede fernbleiben werden
Für Aufgeregtheiten und Gezänk eignet sich dieser Höhepunkt des Staatbesuches in keiner Weise,
weder in Israel noch in Deutschland.
Die Deutsch - Israelische Gesellschaft wünscht unserem Bundespräsidenten eine im wahrsten Sinne des Wortes "Gute Reise"!
Prof. Manfred Lahnstein
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