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Zwischen Finanzwelt und Ökologie - Junge Besucher aus Israel auf Deutschlandreise -

Bonn, Köln, Frankfurt am Main und Freiburg im Breisgau: Dies waren die Stationen des Besuchs einer Gruppe junger Israelis Anfang Oktober im Rahmen eines jährlich vom Deutsch-Israelischen und dem Israelisch-Deutschen Jugendforum organisierten Austausches.
Nach einer Übernachtung in Bonn bildete die Teilnahme am Herbstseminar des Deutsch-Israelischen Jugendforums in Köln zum Thema "Zwischen Verteidigung, Globalisierung und Staatsverschuldung. Sozialpolitik in Israel und Deutschland" den Auftakt der Reise. Hier bot sich den israelischen Gästen auch die Gelegenheit, junge Menschen aus ganz Deutschland zu treffen, die an Israel interessiert sind. Zu einem Generationen übergreifender Gedankenaustausch konnte dann der erste Abend der zweiten Station des Deutschlandaufenthaltes in Frankfurt am Main genutzt werden, als die Israelis von Mitgliedern der dortigen DIG AG willkommen geheißen wurden.
Während des dicht gedrängten Programms der nächsten Tage in der Bankenstadt standen neben einem Treffen mit dem Stadtverordneten und CDU-Stadtratsfraktionsvorsitzenden Markus Frank, einem Besuch in der Deutschen Börse und der Europäischen Zentralbank unter anderem auch eine Führung durch das Museum Judengasse und ein Gespräch mit einer Vertreterin des Institutes für Jüdische Studien an der Johann Wolfgang von Goethe Universität an. Auf besonderes Interesse stieß bei den israelischen jungen Leuten dabei die Tatsache, dass auch einige - wenn auch wenige - muslimische Studierende das Fach Jüdische Studien belegt haben. Vertieft wurde dieses Thema bei einem zufälligen Zusammentreffen mit einer muslimischen Studentin. Intensive Gespräche ergaben sich auch beim Termin mit Vertretern des Jüdischen Jugend- und Studentenverbandes Hessen. Nachdem dessen Vorsitzender, Jewgenij Singer, kurz einige Anmerkungen zur Arbeit des Verbandes gemacht hatte, konnten die anwesenden Gäste kaum die Vorstellungsrunde abwarten, um ihre Fragen zum Leben junger Juden und allgemein zum Studium in Deutschland anzubringen. So bildeten sich sehr rasch einzelne Gruppen um die Studentenvertreter, um mit ihnen lebhaft zu diskutieren.
Von der Finanzmetropole Frankfurt am Main führte der Weg weiter in den Süden nach Freiburg im Breisgau. Auch dort erwartete die Gäste ein straff organisiertes Programm. Es beinhaltete neben einem Empfang im Rathaus durch die CDU-Stadträtin Ursula Kury, die selbst erst im Frühjahr diesen Jahres mit der DIG AG Freiburg nach Israel gereist war, und einer Führung durch das Freiburger Münster sowie durch das ökumenische Gemeindezentrum Maria Magdalena im Stadtteil Rieselfeld unter anderem einen Vortrag über die Solar-Region Freiburg mit anschließender Führung durch das Modellstadtviertel Vauban mit seinen energiesparend gebauten Häusern. Um nicht nur über Ökologie zu reden, sondern Natur auch hautnah zu erleben, wurde schließlich eine Wanderung im Schwarzwald unternommen, bevor die israelische Gruppe schließlich nach zehn Tagen den Heimflug von Zürich aus antrat.
An dieser Stelle möchte sich das Deutsch-Israelische Jugendforum noch einmal herzlich bei allen Gastgebern, die die Besucher aus Israel während ihres Aufenthaltes in den verschiedenen Städten aufgenommen haben, und den Organisatoren vor Ort bedanken. Es waren spannende und äußerst informative Tage und die Rückmeldungen aus Israel beweisen, dass sich die Gäste sehr wohl gefühlt haben.

Ulrike Eichweber


Fotos:

Bild 1:Treffen mit Vertretern des Jüdischen Jugend- und Studentenverbandes Hessen
Bild 2: Auf dem Maintower in Frankfurt am Main
Bild 3: Auf dem Turm des Freiburger Münsters

 


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