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I like Israel, Save Hagalil... - eine Münchener Erfolgsstory -

Vor einem dreiviertel Jahr wurde das deutsch-israelische Jugendforum in München neu belebt - und sorgt seitdem für neuen Schwung in der Landeshauptstadt.

München im Jahr 2004.
Eine Millionenstadt mit Bergblick, renommierte Universitäten, das Freizeitparadies Englischer Garten, edle Boutiquen und gemütliche Biergärten, Touristen aus aller Welt, die sich auf dem Marienplatz vor dem Glockenspiel tummeln - diese Stadt hat alles, mag man auf den ersten Blick meinen. Doch der Schein trügt! "Es wurden keine mit Ihrer Suchanfrage übereinstimmenden Dokumente gefunden"!? Ungläubig blickt man auf die nicht vorhandene Trefferliste der Internet-Suchmaschine. Die drittgrößte deutsche Stadt ohne Jugendforum? Ein unhaltbarer Zustand! Und kein dauerhafter...

Im Anfang war der Glühwein.
Um diesen Makel im sonst so makellos schönen München zu beseitigen, traf sich im Dezember 2004 eine Gruppe junger Menschen in einer Münchener Altbauwohnung. So unterschiedlich die Charaktere und Ansichten auch waren - von der politischen Linken bis zum konservativen Lager, Israelis und Deutsche, Studenten und Berufstätige - in einer Frage war sich jeder einig: Der Solidarität mit Israel. Passend zur Vorweihnachts- und Post-Chanukka-Zeit wurde nun mit viel Glühwein der Grundstein gelegt für die Wiederbelebung des lange Jahre brachliegenden Münchener Jugendforums. Und seitdem geht es rund in der bayerischen Landeshauptstadt. Ob auf Demonstrationen gegen Nazi-Aufmärsche oder auf dem Israel-Tag 2005: Wann immer es gilt, Solidarität mit Israel zu zeigen oder ein Zeichen zu setzen gegen Antisemitismus und Antizionismus, ist das Münchener Jugendforum vorne mit dabei.

Israel ist mehr als nur Krieg und Terror.
Jeder, der sich mit Israel verbunden fühlt, kann ein Lied davon singen:
In der Wahrnehmung der deutschen Öffentlichkeit ist Israel in der Regel nicht mehr und nicht weniger als ein Krisengebiet. Bilder von zerstörten Häusern, israelischen Panzern, weinenden Kindern - das ist es, was man in der, nur selten objektiven, Medienberichterstattung über den Nahen Osten erfährt. Um zu beweisen, dass Israel gerade auch jungen Menschen mehr zu bieten hat, als nur Krieg und Terror, widmete sich die erste Veranstaltung des Jugendforums einem Erlebnisbericht zweier seiner Mitglieder über ihr Auslandsstudium in Beer Sheva im Sommer 2004. In ihrem Diavortrag berichteten Martin Hagen und Florian Heinhold über das Studentenleben auf einem israelischen Universitätscampus, über ihre Reisen vom Roten Meer bis zu den Golanhöhen und über die vielen Sehenswürdigkeiten und Gründe nach Israel zu kommen - von Massada, über das Tote Meer bis zu den Discos und Clubs in Tel Aviv und Eilat. Auf solche Weise Aufklärung über Land und Leben in Israel zu betreiben und Verständnis für die Situation der Menschen vor Ort zu wecken, gehört zu den wichtigsten Zielen des deutsch-israelischen Jugendforums.

I like Israel.
Ganz in diesem Zeichen stand auch der Einsatz des Jugendforums für den Israeltag 2005 auf dem Münchener Marienplatz. In einem Organisationsteam um den Vater der Initiative "I like Israel", Leo Sucharewicz, wurde das Event vom deutsch-israelischen Jugendforum mit veranstaltet. Mit israelischer Live-Musik, Infoständen und Gratis-Falafel konnten so am 5. Mai 2005 hunderte Israelfreunde und interessierte Passanten den Jahrestag der Staatsgründung feiern. Ein Höhepunkt des Tages waren wie schon im letzten Jahr 10 "I like Israel-Statements", mit denen Freunde Israels auf der Bühne erklärten, warum sie Israel lieben - drei davon kamen in diesem Jahr von Mitgliedern des Jugendforums.

Save Hagalil.
Hagalil muss bestehen bleiben! Das beliebte Internet-Magazin trägt wie kein zweites Medium zur Aufklärung über jüdisches Leben bei und dient so der Verständigung zwischen Juden und Nicht-Juden sowie zwischen Deutschen und Israelis. Nun steht das Projekt wegen gestrichener staatlicher Fördermittel vor dem Aus. Um dagegen ein Zeichen zu setzen beteiligte, sich das Münchener Jugendforum an der Veranstaltung zweier Podiumsdiskussionen, auf denen im Juli 2005 an der Münchener Universität und im Gewerkschaftshaus die Folgen einer Schließung von Hagalil erörtert wurden. Im Rahmen dieser Veranstaltungen, von denen eine David Goldner vom Jugendforum moderierte, diskutierte das Publikum unter anderem mit der Schriftstellerin Miriam Magall, dem KZ-Überlebenden Martin Löwenberg vom Verband der Verfolgten des Naziregimes und David Gall von Hagalil.

Eine Münchener Erfolgsstory.
Spannende Veranstaltungen, viele neue Mitglieder und Ideen: Das wieder gegründete Münchener Jugendforum hat in kurzer Zeit viel erreicht. Und auch der Internet-User sucht heute nicht mehr vergeblich: Unter www.dig-muenchen.de/jufo findet man Informationen, Meinungen und Kontaktmöglichkeiten. Dieser Elan schlägt sich auch in der DIG nieder. Im neuen Münchener DIG-Vorstand ist das Jugendforum mit gleich fünf Mitgliedern vertreten, darunter auch die neue Vorsitzende der Münchener AG Shimrit Härtl. Die israelfreundliche Bewegung in München lebt - und wird jünger!

Vom DIG Jugendforum München

 


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