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Trauer um Alice Schwarz-Gardos

Der Präsident der DIG, Dr. h.c. Johannes Gerster, schrieb in seinem Nachruf: „Ab 1942 arbeitete die damals 26-jährige bei der Britischen Marine. 1947 erschien ihr erster Novellenband mit einem Vorwort von Arnold Zweig, dem ein Dutzend Bücher, eine Autobiographie und Romane folgen sollten. Seit 1949 arbeitete sie als Journalistin für mehrere Zeitungen  in  einem Beruf, den sie bis zu ihrem Tode 58 Jahre äußerst erfolgreich ausübte. In Deutschland, Österreich und Israel wurde sie mit höchsten Orden und Auszeichnungen wiederholt öffentlich geehrt.

Frau Schwarz-Gardos hat über 5000 Artikel in fast allen Sparten des Journalismus geschrieben. Die ständige Sorge um Israel trieb sie an. Dabei analysierte sie nicht nur die Bedrohungen von außen, sie kritisierte auch Fehlentwicklungen der Demokratie im Innern. Sie schrieb mahnend und aufmunternd, ernst und heiter; Humor und Menschlichkeit bestimmten ihr Tun.

Israel hat eine ihrer besten Journalistinnen und die älteste Chefredakteurin der Welt verloren. Aber auch Deutschland und Österreich werden eine Brückenbauerin vermissen, denn die Aussöhnung der Generationen nach der Shoah war ihr ein Herzensanliegen. Heinrich Heine war ihr Ur-Ur-Ur-Großcousin. Wie er musste sie schreiben, schreiben, schreiben. Ob sie die Welt besser gemacht hat, ich meine schon, in jedem Fall aber menschlicher. Eine großartige Frau, die eine Lücke hinterlassen wird,  in Israel, aber auch bei ihren vielen Freunden und Bewunderern in Deutschland und Österreich.

Nicht nur in ihrem Buch „Zeitzeugnisse aus Israel“, das zu ihrem 90. Geburtstag im Hartung-Gorre-Verlag in Konstanz erschien, werden ihre Gedanken weiterleben.“

Von Alice Schwarz-Gardos sind folgende Publikationen erschienen; vergriffene Titel sind möglicherweise über Antiquariate erhältlich:

 


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