Elke Pietsch
Leipzig: Jüdische Woche 2007
Wieder ist eine Jüdische Woche voller interessanter und bewegender Veranstaltungen in Leipzig zu Ende gegangen.
Vom 8. bis 15. Juli wurden alle Einwohner und Besucher der Stadt an den großen Litfasssäulen und wichtigen Plätzen in deutsch und hebräisch mit „Schalom“ begrüßt.
Das hat in ganz besonderer Weise die jüdischen Besucher gefreut, die Gäste der Stadt waren und aus aller Welt angereist sind.
Zur Eröffnung der Jüdischen Woche sprach Oberbürgermeister Burkhard Jung bewegende Worte und der Synagogalchor sang unter der Leitung von Helmut Klotz an der Gedenkstätte der ehemaligen Großen Synagoge.
Die DIG Leipzig hat sich, in guter Tradition seit 1992, wieder mit einer herausragenden Ausstellung beteiligt.
Mit Hilfe der Stadt konnte sie den ehemaligen Leipziger und hervorragenden israelischen Fotografen Moshe Gross zu einer Fotoausstellung nach Leipzig einladen.
Moshe Gross, der 1933 achtjährig die Stadt verlassen musste, kehrte nach 74 Jahren zurück - um einen kleinen Ausschnitt seines Lebenswerkes in der Stadt zu zeigen, in der er und seine Familie nach dem Machtantritt Hitlers nicht mehr leben konnten – als ein Zeichen der Versöhnung.
Unter dem Titel „Mein persönlicher Blick auf Israel von 1948 – 2006“ zeigt er in berührenden Aufnahmen von zerstörten Städten und Wohnungen, aber auch die voller Aufbauwillen steckenden jungen Einwanderer, die mit Freude und Kraft endlich ihr eigenes Land aufbauen können und er spannt den Bogen bis zum hochmodernen Israel mit seiner High-Tech-Industrie und seiner beeindruckenden Architektur.
Die Ausstellung ist bis zum 28.9.2007 in der Galerie der Hochschule der Deutschen Telekom AG zu sehen. Sie wurde organisiert, konzipiert, aufgebaut und betreut von der Galerie Süd in Leipzig und unterstützt von der Hochschule der Deutschen Telekom.
Die Ausstellungseröffnung am 9. Juli war ein großer Erfolg für den Fotografen und die Ausstellungsmacher.
Mit bewegenden Worten wurde der Künstler und seine Familie, die anwesenden ehemaligen Bürger der Stadt und die vielen anderen Besucher begrüßt von einer Vertreterin der DIG, der Hochschule und der Kulturamtsleiterin Susanne Kucharski-Huniat. Die bekannte Schauspielerin Christa Gottschalk las Lyrik von Hilde Domin und das „Duo Insaiter“ mit Thomas Prokein und Martin Hoepfner gab der Veranstaltung den passenden musikalischen Rahmen. Die Ausstellungseröffnung war einer der Höhepunkt der Jüdischen Woche und weckt weiterhin Interesse an Israel mit eindruckvollen Bildern des Landes.
Der Fotograf Moshe Gross ist gern bereit, die Ausstellung auch an andere Arbeitsgemeinschaften auszuleihen. Kontaktadresse: DIG Leipzig, Elke Pietsch, Karl-Liebknech-Str. 84, 04275 Leipzig, Tel. 0341 – 3913998, Fax 0341 – 3913999, Email: galerie.sued@t-online.de