Home    Links    Kontakt    Impressum

Was für ein Jahr!

Wenn wir als Freunde Israels auf die vergangenen 12 Monate zurückblicken, dann tun wir dies sicher alle mit sehr gemischten Gefühlen. Dieses zurückliegende Jahr war ausgefüllt mit vielen Ereignissen. Fast jede Woche gab es auf der politischen Weltbühne Schlagzeilen, die direkt oder indirekt mit Israel zu tun hatten. Ob es die überwiegend friedlichen Revolutionen in Tunesien, Ägypten sowie der gewaltsame Aufstand in Libyen waren oder der Bürgerkrieg in Syrien: stets spielt die bange Frage nach den Auswirkungen auf Israel eine entscheidende Rolle. Auch die sich immer mehr zuspitzende Lage im Iran oder die Verstimmungen zwischen der Türkei und Israel bereiten allen Beobachtern der Szene im Nahen Osten allergrößte Sorgen. Dann der zunächst hinausgezögerte Versuch der palästinensischen Autonomiegebiete, Vollmitglied der UNO zu werden und der geglückte Einzug in die UN-Organisation UNESCO sorgten weltweit für Aufsehen und Aufregung.

Aber es gab auch Positives zu vermelden. Dazu gehört in erster Linie die Freilassung von Gilad Schalit. Fast fünfeinhalb Jahre nach seiner Entführung durch palästinensische Terroristen konnte seine Familie ihn wieder in die Arme schließen. Dass diese Freilassung möglich wurde, ist auch dem deutschen Bundesnachrichtendienst zu verdanken, der sich seit vielen Jahren um die Befreiung des jungen Soldaten bemüht hatte. Ich bin persönlich davon besonders berührt, da ich vor etwa einem Jahr Gelegenheit hatte, mit den Eltern von Gilad Schalit in Jerusalem zu sprechen. Es grenzt an ein Wunder, dass die Familie Schalit in diesem Jahr wieder glücklich um den Chanukka-Leuchter vereint ist.

Aber auch für unsere DIG war dieses Jahr ein bedeutsames und erfolgreiches zugleich. Wir blicken zurück auf zahlreiche Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaften. Ich hatte Gelegenheit, bei etlichen Veranstaltungen und Jubiläen dabei zu sein, beispielsweise in Baden-Baden und Augsburg, aber auch in Mainz, Bonn, Hannover und Aurich. Für mich war es wunderbar vor Ort miterleben zu dürfen, wie lebendig, kreativ und engagiert unsere Freundinnen und Freunde sind. Deshalb an dieser Stelle meinen aufrichtigen Dank an alle Verantwortlichen in den Arbeitsgemeinschaften, im Präsidium und in unserer Geschäftsstelle für die großartige Arbeit, die fast ausnahmslos ehrenamtlich geleistet wird.

Und schließlich dürfen wir in unserer DIG mit einem guten Gefühl in die Zukunft blicken. Nach einigen Versuchen in der Vergangenheit ist es nunmehr endlich gelungen, ab nächstem Jahr eine finanzielle Zuwendung aus dem Bundeshaushalt zu bekommen. Der Deutsche Bundestag hat beschlossen, uns eine institutionelle Förderung für unsere Arbeit in Höhe von 100.000 Euro jährlich zu gewähren. Vor dem Hintergrund eines recht hohen strukturellen Defizits können wir zwar noch keine großen neuen Projekte entwickeln, aber diese Unterstützung des Bundes sorgt dafür, dass unsere DIG jetzt auf einer verlässlichen und sicheren Basis steht. Deshalb ist insbesondere unseren Bundestagsabgeordneten im Haushaltsausschuss zu danken für deren beispielhafte Solidarität.

Ihnen allen, liebe Freundinnen und Freunde in der DIG, wünsche ich ein frohes und gesegnetes Chanukka- und Weihnachtsfest und ein in jeder Hinsicht gutes neues Jahr!

Ihr Reinhold Robbe

 


News & Aktuelles

Zum Seitenanfang

© Copyright 2003-2012 Deutsch-Israelische Gesellschaft * last update: 14.01.2012